How I live in Niigata

Just another foreign guy in Japan, but the first one who worked for the O Bolles Restaurant

Ein gutes Neues Jahr! Dezember 31, 2009

Filed under: la réalité dure,sacrée vie japonaise — chrigusan @ 10:37 am

wünsche ich euch allen. Wollte eigentlich heute noch meine Shintofesttage schildern. Die CO2 Wolke in meinem Zimmer auf Grund der Kerosin Heizung ist aber so dicht, dass ich zu müde war. Vorab mal ein Foto von mir als Lebenszeichen. Es geht mir gut.

Also morge dann an dieser Stelle geht es weiter. Guter Rutsch

Was ich noch unbedingt im alten Jahr sagen will und es vielleicht schaffe: Alles Gute zum Geburtstag Brüetsch. So Facebook zählt ja irgendwie nicht so ganz. Mein Bruder wurde satte 28 am Diensttag.

Und herzlichen Dank an den Blumenweg 5. Die japanische Post bekommt ziemlich Arbeit an mir Dank euch. Vielen Dank für die Pakete. Ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk. Das heimelet xD

Teil 2010

Das Photo oben von mir im Schnee war an meinem zweitletzten Arbeitstag – 25. Dezember. Ein Datum was für Japaner etwa soviel bedeutet wie für uns der 31. November (thanksgiving in amerika). Deswegen war ich auch auf der Arbeit. Irgendwie spielte mir das Glück ein bisschen zu: Es war ein perfekter sonniger Tag und die 40cm Schnee schön trocken. Sogar eine 1,5 stündige Autofahrt, welche ich im Schlaf geniessen konnte. Denn die Feier an Heiligabend war nicht megaheilig was Bettruhe und Getränke anbelangt…
Wir installierten eine Messaperatur an diesem Lawinenschutzpfosten auf dem Foto, welche den ganzen Winter über den auf ihn wirkenden Schneedruck misst.

Wie erwähnt hatte ich Heiligaben sowie aber auch Weihnachten in meiner Stammbar verbracht. Es war trotz des Alkohols und der Musik, ein für eine Bar sehr besinnlicher Moment. Wir waren eine Hand voll Ausländer, allesamt am Tresen, und haben uns zu 1, 2 Bier und Weihnachtswhiskey unterhalten. Was Weihnachten fern von Freunden und Familien anbelangt, war ich das Greenhorn. Die anderen haben da eine gewisse Routine.

Samstag, 26. Dezember habe ich natürlich auch gearbeitet. Ein wenig produktiver Tag. Das einzige was wirklich hängen blieb an diesem Tag, war meine persönliche Erfahrung in Japanischer Geschäftskultur. Sich einsam zu fühlen an einem Abend, und sei es auch Weihnachten, und deshalb in eine belebte Bar zu gehen sei kein Grund am Folgetag müde zu sein. Klar stimmt das auf dem Papier, aber irgendwo hört bei mir das maschinelle Arbeiten auf und Verständnis beginnt. Zumal alle meine Mitarbeiter hier auch manchmal einnicken. Aber das lasse ich gelten. Korrekter Boss, halt nicht megafreundlich. Was mir dann doch zu denken machte war mein zweiter „Fehler“: Ich habe meine Gefühle preisgegeben in der Geschäftswelt, da ich Einsamkeit in meinem Grund erwähnt habe. Dies ist ein Zeichen von Schwäche. Ist ja nicht so, dass ich ein Waschlappen bin, weil ich mich an Weihnachten hier in JP einsam fühle. Also soviel Verständnis hat einfach jeder. Ich verberge dieses Gefühl für niemanden. (Notabene steht es hier im Blog).  Aber anscheinend war das ein kapitaler Fehler. Don’t worry back home. Für mich war das ein klassiches Hören, Verstehen, nicht einverstanden Sein aber Nicken und als Anekdote Verbuchen.

Montag war dann endlich Ferien. Von daher kamen wir alle wie immer um 8 Uhr morgens ins Büro um dieses aufzuräumen und zu putzen. Schliesslich gibt es am Abend das Jahresabschlussfest der Firma, welches man sich ja zuerst verdienen muss. Ein Jahr arbeiten genügt schliesslich nicht.

(Ein bisschen Zynismus muss sein.)

Das Jahresabschlussfest hingegen war dann echt nicht von schlechten Eltern. Im einem Onsen (thermalbad) dörfchen, in einem grossen Hotel genossen wir Bad, Essen und Sake.

Unser 6er Zimmer, wo man vor dem Bad und dem Essen noch im kleinen Rahmen feiert. Es war echt eine gute Atmosphäre. Ein bisschen wie im Skilager, nur das hier der Alkohol sehr erlaubt, ja sogar gewünscht war. Ich wollte eigentlich meine Rede in dieser Zeit fertig vorbereiten, was ich aber nicht gemacht habe. Integration ist ja auch wichtig. So oder so hätte dies nicht viel verbessert an meiner Rede. Sie war ziemlich schlecht.

Ich musste Anfangs des Essen eine kurze Vorstellungs- und Dankrede halten als Freshman. Da ich doch gewohnt bin frei zusprechen, bin ich leider total aus der Übung, was ablesen betrifft. Und dies musste ich diesmal halt schon der Sprache wegen. Ziemlich blöd war auch das Vorbereitete auf Hiragana geschrieben zu haben statt in lateinischer Schrift. zB:

für die Firma zu arbeiten
かいしゃ に はたらく
kaischa ni hataraku

Die Schrift konnte ich nicht lesen vor während der Rede, so dass ich effektiv wieder frei gesprochen habe. Es war ein ziemliches Debakel. Mein Chef und meine Mitarbeiter bewiesen da grossen Edelmut und liessen das Ganze nicht zu peinlich,  sondern doch irgendwie stimmungsvoll enden.

Beim Festessen ist ein grosses Geläufe weil jeder mit jedem anstossen will. Die Älteren bleiben sitzen, die Jungen sind in Bewegung. Wie beim Speed-dating. Echt noch auf eine lockere Weise; vielleicht auch der Bademäntel wegen, welche ein wenig an eine Pyjama Party erinnern. Ich bin meiner Pflicht nachgekommen und bin mit einem Sakefläschchen von Tisch zu Tisch in beliebiger Reihenfolge gegangen. Irgendwie lässt einem ein europäischer Erfahrungsschatz ahnen, dass dies alkoholtechnisch nicht gut endet. Überraschenderweise, ging das ohne Gleichgewichts- und Bauchbeschwerden. Schade, dass mir kaum Zeit blieb mein Essen zu geniessen. An einem Punkt entwich ich einfach mal einem Kanpai (prost) und widmete meine Aufmerksamkeit dem luxuriösen Essen. Wissend dass ich zeitlich sowieso nicht alles essen kann, pikte ich dekadent alle Exclusivitäten aus meinem Essen. Echt schade, aber ein bereichtigtes Verhalten. 15min später hielt mich schon der Nächste vom Essen ab um anzustossen.

Karaoke gab es anschliessend. Naja erwähnenswert: Ich kann immer noch nicht gut singen. Ich gab Ihnen aber die Ehre. Mein Typ: 99 Luftballons von Nena. Einfach aber gut.

Der Abend endete nach dem Karaoke noch nicht. Aber ich finde kein anderes Ende in meiner Schilderung. Es war jedenfalls ein langer Abend.

Zwei Tage später hat mich mein Sous-chef zu Amusement und Essen eingeladen. Das ist echt ein cooler Typ. Er hat die Ruhe weg und scheint mir einige Freiheiten zu lassen bei der Arbeit. So gingen wir zusammen mit seinen Töchtern zu einem japanischen Spiel und Sport Center. Wo man alles ein bisschen machen kann. inlineskating, billard, minibowling, videogames, baseball batting etc. Seine Kinder fanden das echt cool.  Eine liebeswerte Familie.

Jetzt geniesse ich ein paar Tage Niigata und japanische Freizeit.

 

3 Responses to “Ein gutes Neues Jahr!”

  1. tom Says:

    hei otooto!
    vielen dank für die glückwünsche!🙂
    wünsche ein erfolgreiches neues jahr!
    häb sorg!
    dr oniisan

  2. Widi Says:

    Hey Cousin,

    Viu Erfolg im 2009! Cooli Bilder, mache eigentlich aui japanische Modis s Victory-Zeiche uf Fotos? =)

    • chrigusan Says:

      hey simon,

      mir si de im 2010😉 aber merci, dir o äs guets neus. Ds victory zeiche isch omnipresent. We äs modi s nid macht, de isch si verwütscht worde. Äs wird sozusagen zum ne bewies öb es foto gstellt isch oder ni…


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