How I live in Niigata

Just another foreign guy in Japan, but the first one who worked for the O Bolles Restaurant

lahme Abfahrt – schöne Aussichten Januar 17, 2010

Filed under: sacrée vie japonaise — chrigusan @ 7:17 am

Vergangenen Montag war ich skifahren. Nach guten Unterhaltungen Freitags und Samstags über Ski und Snowboard und nach einer Wii Winter games Session Sonntags, juckte es mich doch unter den Fingernägel um Ski fahren zu gehen. Glücklicherweise war bei mir Montag frei, so dass ich meiner Lust des Wintersports nachgehen konnte.

(Nebenbei: Wii ist ein Videospiel mit Fernsteuerung per eigenem Körper. Nicht dass dies eine Erfindung wäre, die es nicht auch in der Schweiz gibt, aber mein Blog wird von einem sehr breiten Publikum gelessen. Daher diese Erklärung. Mein Blog wird sogar der besseren Verbreitung wegen ausgedruckt. An dieser Stelle ein lieber Gruss nach Köniz.)

Leider fand ich auf die Schnelle niemanden der mitkam, so musste ich dieses Vergnügen alleine antreten. Nun gut, es gibt Sachen, die mach ich eigentlich ganz gerne alleine wie ein guter Film im Kino, da dieser an sich allein genügt um zu amusieren. Ski alleine ist weniger spassig, aber immer noch besser als alleine zu Hause!

Das Skigebiet heisst Ninox, was ziemlich nach Marketing klingt. Es gibt auch kein Dorf rund um die Talstation, so dass es auf der Hand liegt, dass dieses Skigebiet wie ein Vergnügungspark gebaut und geplant wurde.

Auf der Hinfahrt mit dem Auto wird man schon ca 2km vor der Talstation eingeschleust indem man ein recht imposantes Gatter zu passieren hat. Nach dieser Einfahrt ist die Strasse mit Ninoxfahnen gesäumt. Die ganzen 2km lang hängen Fahnen zur linken und zu rechten Seite. Ist Ganz schmuck, jedoch ziemlich unnötig, ein billigeres Ticket würde mehr geschätzt.

Auf dem Schild: „Natural dream for you, Ninoji snow park“

Am Skigebiet angekommen, stellte sich die kleine Herausforderung Skis und Tageskarte zu organisieren. Trotz all dem Marketing, werden nur Japaner erwartet. internationalität wird hier klein geschrieben. Dies stört mich ja eigentlich nicht. Ich bin immer noch im Anpassungsmodus. So war das einzige Englisch das „RENT“ an der Türe zum Verleih. Was folgte war eine Auswahl an 3 japanischen Formularen, wobei nur eines für Skis war. Schuhgrösse muss man auch angeben und zwar in cm. Meine Erklärung, dass ich nicht wisse wie lange meine Füsse seien und dass ich doch einfach mal probieren könnte, zumal die Stiefel gerade hinter der Theke stappelten, stiess auf taube Ohren.

Irgendwie habe ich es doch geschafft und stand mit stiefeln, skis und stöcken wieder draussen. Für die Tageskarte habe ich schon lange alle Hoffnungen aufgegeben die günstigste zu bekommen und evetuelle Ermässigungen zu erhalten. Ein Tag und eine Person sind sogar Wörter, die in meinem Wortschatz enthalten sind. Sogesehen, konnte ich die Karte im Vergleich zu den Skis routiniert kaufen.

Preislich war das Ganze nach schweizer Mass: 30 Chf Miete und 40 Chf Tageskarte. Also halt schon nicht günstig.

Nun war es an der Zeit endlich auf den Berg zu kommen um runter zu fahren. Der Lift war wie bei uns ein Sessellift, der jedoch zum japanischen Sicherheitskonzept paradoxerweise keine Stange für die Füsse hatte. Ich nehme mal an, dass japanische Kinder einfach weniger ungestüm sind und desshalb nicht rausfallen.

Das Wetter war nach all dem Regen und Schnee einfach nur schön. Sonnenschein, der fast alleine dem Aufwand gerecht wurde. Die Aussicht war überwältigend. Von der vordersten Reihe der japanischen Berge aus, Richtung Meer zu blicken und dazwischen noch den flachen Landstreifen zu erfassen war sehr eindrucksvoll. Die Kombination Berge und Meer ist extrem ungewohnt, doch befriedigend.

Skifahren und Piste waren weniger wie vorgestellt. Die Pisten (Die Mehrzahl ist knapp erreicht. Es gab zwei) waren ohne Reiz und Witz. Ein Band von gleichmässigem Gefälle, welches mit konstanter Breite in den Wald geschneisst wurde. 850m totale Höhendifferenz. Ehrlich gesagt war das Skigebiet ein Witz. Und bestimmt war es das letzt Mal, dass ich nach Ninox ging.

Man denke, dass man sich immer noch dem Ski und der Skitechnik widmen könnte. Aber auch da wurde ich mit zwei laussigen Bretter enttäuscht. Total weich und ohne Spannung. Ehrlich gesagt wäre es aber technisch unmöglich gewesen Spannung im Carven aufzubauen. Der Radius der gemieteten sogenannten Carvingskis war schätzungsweise dreifach so gross die breiteste Stelle der Pisten.

Wohl oder Übel bin ich ein paar Mal rauf und runter. Aber mehr der Tatsache wegen als dem Vergnügen. Interessant und ehrfahrungsreich war es allemal.

Après ski gab es leider nirgends. So ein japanischer Schneehase muss ich wohl in grösseren Skigebiets suchen gehen. So blieb mir nicht anderes übrig als früh nach Hause zu fahren.

PS: Ich war kurz davor in das obige Chalet zu gehen. Habe es aber dann sein lassen, weil sie den Witz warscheinlich nicht verstanden hätten.

 

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