How I live in Niigata

Just another foreign guy in Japan, but the first one who worked for the O Bolles Restaurant

Hollywoodu Juni 9, 2010

Filed under: crazy foreign kids — chrigusan @ 2:47 pm

Allerhand, da hat sich wohl ein gewisser Rythmus bei mir eingeschlichen. Die Leserschaft glaubt mich an Sonntagen und Montagen schreiben oder zumindest publizieren zu wissen. Die Besucherzahlen des Blogs zeigen eine klare Sprache: Montage sind beliebt.

Dem halte ich jetzt entgegen und schreibe heute Mittwochs. Was für ein gnadenloses Taktieren um die Spannung aufrecht zu erhalten WANN doch ein neuer Eintrag erscheint.

PS an alle Datenschützer: Ich sehe keinerlei Informationen über die einzelnen Aufrufe bzw. Aufrufer. Einizig ein total an Klicks.

Tim Harada ist ein viel sprechender wenig zuhörender, bhuddistischer, kalifornischer, gutmütiger Idealist, der nur des Geldes wegen Englisch Lehrer ist. Mit Leidenschaft wäre er Musiker. Der Musik wegen hat er seine japanische Frau verloren  –  ihren Namen behalten. Er glaubt an seinen Traum als Musiker die Welt bereisen zu können.

Keine Frage, dass ich mich bei diesem Unikat, trotz seiner monologen Gesprächskultur, in guter Umgebung fühle. Sein neustes Projekt, bei dem ich mit dabei sein wollte, war sein erster Videodreh für einen seiner Songs. Er liess einen professionellen Filmer aus LA einfliegen um ein bestmögliches Clip zu kreieren.

Ich liess mir dieses Show nicht entgehen und stand am Drehtag als Statist und Fahrer auf der Matte. Ich schätzte das ganze als Erlebnisprogramm ein, wobei ich natürlich aufrichtigst geholfen habe, aber dennoch die Sorglosigkeit des Unbeteiligten geniessen konnte. Anyways, die beiden Kalifornier hatte so viel Energie, da war meine Gelassenheit positiv aufgefallen.

Der rote Faden des Videos ist Tim selber der mit seinem Fahrrad seiner Liebe und seines Lebens davon fährt. Buchstäblich fährt es durch ganz Niigata, wodurch wir an diversesten Ecken Niigatas gedreht haben. Raffiniert wird es im Video aussehen, da Tim rückwarts sitzend vorwärts Fahrrad fahren kann. Die so gefilmten Szenen werden rückwärts im Video abgespielt. Resultierend, dass die Passanten und Statisten rückwärts gehen und dass Tims Velo rückwärts fährt, wobei sich aber Tim selber vorwärts bewegt. Mit dem nächsten Bild versteht man den Denksport vielleicht…

Im Hintergrund ziehen die Verkehrslotsen eine Zugschule ab. Da glaubt man langsam die Japaner zu verstehen, und dann kommt wieder so realitäts ferner Unsinn. Selbst in Japan laufen die Fussgänger nicht wie das grüne Männchen in der Ampel über die Strasse. Jedoch steht es wahrscheinlich im Reglement der Lotsen so fest.

Um möglichst viele verschieden Gesichter ins Video zu bringen, quatschten wir jenste Leute an. Im Vergleich zu der Schweiz hören einem die Leute aufrichtig zu und ein paar lassen sich sogar überzeugen mit zu machen. Daraus folgere ich zwei Theorien: a) Corris und Cablecom haben einen beträchtlichen soziologischen Einfluss auf die Bevölkerung und b) Japanerinnen lassen sich von einem Accent, im Vergleich zu den Romandes, nicht abschrecken.

Ehrlich gesagt wirkten die Japaner auch auf der Strasse schüchtern mit dem Gelächter während der Hand vor dem Mund, doch war ihr Verhalten eigentlich weniger scheu und erstaunlich tatkräftig.

Die vier Japaner im obigen Bild, beschreiben das Punkste, was ich soweit gesehen habe. Ernüchternd.

Edward Mendoza und Tim Harada am Kommandieren.  Ob Armee, Football oder Videodreh, Komandos haben mich noch nie aufgeregt. Ist ja eigentlich immer unpersönlich.

Bei einer Szene schwitzte ich dann doch Blut. Es ging darum eine Fahrt Tims über die berühmteste und verkehrslastigste Brücke Niigatas auf einer ebenfalls bewegenden Kamara fest zu halten. Mit anderen Worten Tim fuhr mit einem schnellen Schritttempo auf dem Bürgersteig wobei Edward und ich ihm mit dem Auto auf der äussersten von vier Fahrspuren gefolgt sind. Ich erlebte mein erstes persönliches Hupkonzert in Licht und Ton. Selbst wenn es von unbekannten Japaner kam, unbeeindruckt liess es mich nicht. Umso mehr als Edward darauf bestand die selbe Szene noch ein zweites Mal zu filmen.  Dramatischerweise habe ich die im Vergleich zu uns rasende Blechlawine auf uns zurollen kommen sehen, da wir als letztes Auto in eine Grünphase geschlüpft sind ohne dass es uns zeitlich gereicht hat vor der nächsten Grünphase mit dem dreh fertig zu sein.

Unterhaltung wurde definitv geboten wofür ich sehr dankbar war.

http://www.edwardmendoza.com/music-video-blog/2010/06/christoph-berger-location-scout/

…ein echt fairer Kommentar Edwards. Er selber war EIN sehr netter dude aus LA. Schade, dass er nur ein paar Tage hier war.

 

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