How I live in Niigata

Just another foreign guy in Japan, but the first one who worked for the O Bolles Restaurant

Levin Yuri (geboren am 15. Juni 2010) Juni 22, 2010

Filed under: crazy foreign kids,sacrée vie japonaise — chrigusan @ 2:38 pm

Als Exilschweizer bekommt man mit, wie das Wetter zu Hause ist – solange es jedenfalls so erwähnenswert extrem sein muss wie jetzt. Schade, dass es in negativer Weise auffällt. Insbesondere tun mir alle Leid, die gerade ein paar Tage frei hätten, da sie den Arbeitsplatz wechseln. (Das ist zugegeben sehr typisch und kreiert eine weitere Episode von Angry Bro.)

Es wird aber ja bald besser und endlich Sommer. Dem entsprechend würde ich gerne ein bisschen Vorfreude mit ein paar Sommergeschichten bereiten. Man kann meine nächsten Zeilen natürlich auch als Salz in der Wunde betrachten, worum ich aber nicht bitte.

Vor ein paar Wochen gab es ein grösseres Fussballturnier in Nagano. 15 Teams à mindestens 11 Männer und 7 Teams à mindestens 8 Frauen kickten in japanischer Höhenluft. Organisiert von und für internationale Englischlehrer in Japan. Nur logisch, dass ich dabei war. Nein, es waren alle willkomen auch Ingenieure, Japaner und nicht englisch sprechende. Zwei Hotels wurden gefüllt mit uns Teilnehmer, was an ein riesen Skilager erinnerte, nur dass es keine Verbote mehr gab.

Abgesehen vom Schweiss floss natürlich auch das Bier, was unter den vielen Amis, die es hatte, College-Zeiten und entsprechendes Benehmen in Erinnerung rufte. So nahm ich das auf jeden Fall wahr. Glücklicherweise, ist immerhin der weibliche Teil erwachsen geworden, so konnte man unter all dem Ramsch einfach positiv auffallen.

Der Fussball war eine Sache für sich. Wir waren echt eine zusammegewürfelte Truppe. Ich war nicht der einzige, der nicht alle Namen der Mitspieler kannte – ein gepflegtes Passspiel wurde in den folgenden Partien entsprechend schwierig. Spass machte es allemal und da wir logischerweise Sonntags in der zweiten Liga landeten, spielten wir unter gleichgesinnten, denen es doch mehr um die guten Tore ging als um den Sieg. Da ich nichts verdaddeln wollte mit Manndeckung und Offside, spielte ich Stürmer, wie schon das letzte mal vor etwa 3 Jahren. Mein Tor hat mich mehr überrascht als den Gegner. Ich musste jedoch meine Verwunderung und Freude im Zaum halten, da ich nächsten Herbst wieder in der Stammformation mitspielen will.

Nach den Strapazen in Nagano, wurde es Zeit mal den Strand von meinem neuen Domizil zu entdecken. Es ist etwas ungewohnt den Stand gerade um die Ecke zu haben. Trotz der kurzen Autofahrt zum Strand von 20min gegenüber der als Schweizer gewohnten Fahrtzeit von 7h – 10h, ist man nicht automatisch am Strand. Man muss sich schon darum tun. Also haben Roland und ich ein Barbeque angerissen. Dass der wir den Grill und das Essen einfach organisieren konnten, wunderten der Deutsche und mich kaum. Dass die Leute aber effektiv kamen, wie verabredet, hat uns jedoch unerwartet getroffen. Entweder sind die Leute zuverlässiger in Japan, oder es war einfach der perfekte Zeitpunkt um endlich mal zu grillieren (oder halt grillen, wie mein Ostberlinerfreund zu sagen pflegt).

Ohne dass die Sonne extrem schien, war es doch angenehm warm. Das Meer war etwa 21 grad and er Oberfläche und 19 grad in der Tiefe (mein Empfinden ist nach Marzili Norm geeicht). Anyways, es war warm genug zum baden. 

Grilliert wird in Japan mit chinesischen Stäbchen. Klingt umständlich, ist aber recht frivol, da jeder seine eigenen Zwei hat und dadurch jederzeit nach Lust und Laune sich etwas vom Grill picken kann. In Sachen Fleisch gillt hier Quantität vor Dicke. (um es klarer auszudrücken: mehr Fondue Chinoise als T-Bone Steak)

Diese Woche in der schwülen Hitze arbeitete meine Senpais und Kohais (über- und unterstift) an einem Experiment draussen. Auf unseren eigenen kleinen Baustelle. Der Schweiss floss so stark, dass man eine gewisse Gleichgültigkeit entwickelt. Nur beim Bücken musste man aufpassen, dass man sich die vom Schweiss festgeklebte Hose nicht verriss. Folglich ist allen klar, dass der Feierabend umso schöner ist. Umso mehr, als dass es noch eine gemeinsame Autofahrt hat ohne Chefs. Eine kleine Impression:

Zum Schluss die beste Nachricht: Ich bin am 15. Juni Stiefonkel geworden. Corinne und Michael haben ein gesundes Kind auf die Welt gebracht. Dies freut mich sehr, obwohl ich natürlich noch lieber die glückliche Familie in echt sehen möchte. Meinen herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich sehr auf meinen nächsten Besuch!

 

2 Responses to “Levin Yuri (geboren am 15. Juni 2010)”

  1. Widi Says:

    haha, geils Video =)

    • chrigusan Says:

      die jungs sind ganz ok. Uehara san (beifahrer (links)) ist auf dem video noch angespannter als sonst. Unsere Kommunikation sieht nicht viel anders aus als im filmchen. Immer lächeln, daumen hoch und den gebrauch einfachstes englischer wörter. Bin drauf und dran ihn mit meinem japanisch zu überholen.


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