How I live in Niigata

Just another foreign guy in Japan, but the first one who worked for the O Bolles Restaurant

meet the Rock Guys Juli 27, 2010

Filed under: la réalité dure,sacrée vie japonaise — chrigusan @ 2:53 pm
Tags: , , , ,

Pose vor dem pazifischen Ozean bei Sonnenuntergang in Pismo Beach. Unerwartet durfte ich mit auf die Geschäftsreise nach Kalifornien und Colorado. So, war ich plötzlich am Ort meiner Lieblingsleinwandfigur.

_

Walter Sobchak: Donny was a good bowler, and a good man. He was one of us. He was a man who loved the outdoors… and bowling, and as a surfer he explored the beaches of Southern California, from La Jolla to Leo Carrillo and… up to… Pismo. He died, like so many young men of his generation, he died before his time. In your wisdom, Lord, you took him, as you took so many bright flowering young men at Khe Sanh, at Langdok, at Hill 364. These young men gave their lives. And so would Donny. Donny, who loved bowling. And so, Theodore Donald Karabotsos, in accordance with what we think your dying wishes might well have been, we commit your final mortal remains to the bosom of the Pacific Ocean, which you loved so well. Good night, sweet prince.
_
The Dude: God damn you Walter! You fuckin‘ asshole! Everything’s a fuckin‘ travesty with you, man! And what was all that shit about Vietnam? What the FUCK, has anything got to do with Vietnam? What the fuck are you talking about?
_

Mein Präsident will unbedingt internationales Geschäft machen. In Malaysia und Südkorea ist er schon tätig, doch ist es sein Wunsch in den USA Fuss zu fassen. Darin gründet auch die in Japan sehr liberale Idee einen 26 jährigen frisch diplomierten Schweizer Ingenieur einzustellen. Als Teil seines Kartenblatts für den internationalen Markt, durfte ich also mit, um das Kalifornische sowie das Coloradische Departement of Transportation von unseren Felsschlagschutzzäunen und Galerien zu überzeugen.

Also kurz gesagt: Ab in die USA für gratis. Erlebnisse auf einem anderen Kontinent im Namen der Arbeit. Die Vorfreude war riesig. (Als mein Boss mir dies bekannt gab, war es extrem schwierig Haltung zu wahren. Man geht ja der Arbeit wegen, nicht dem Vergnügen wegen. Mein Boss Verstand mein wahrscheinlich schlecht gespielt gelassenes Gesicht und verschwand ebenfalls mit einem Lächeln)

Zu viert gings los. Oder besser gesagt zu dritt plus eins. Irgendwie stach ich bei unserem Quartett immer heraus. So war ich der einzige der eine Aus-, Ein- und wieder Einreisegenehmigung brauchte. Sie brauchten nur die Einreisegenehmigung der USA. Also so viel Bürokratie und so hohe Grenzen – um den Pazifik lebt es sich wirklich im Zeitalter des Terrorismus und der Influenza.

Weiter war ich der jüngste und neuste der von der Firma Anwesenden. Eigentlich kein Wunder, bei Präsident, Vize-Präsident und meinem Boss. Leider folgt daraus, dass ich als unterster der Hierarchie eigentlich alle Pflichten aufgebrummt bekomme und kaum Privilegien besitze. Ich weiss mir aber zu helfen: Trumpf Bauer des Nicht-Japaners führt mich immer wieder elegant aus dem Schlimmsten heraus. Bier Einschenken, Fahren (besonders wenn das Trio trinkt) und Folgen waren dennoch tägliches Repetoire.

Doch genug der Kritik. Ab jetzt nur noch Feel-Good-Movie

Sea Lions, welche wir unterwegs zum California 1 sehen. California 1 ist die berühmte Strasse entlang der Küste. Ebenso gewunden wie der Küstenfelsen, schlängelt sie sich von Pismo hoch bis Monterey. Das Land gibt die vorderste Reihe nicht kampflos preis, und wirft mit Steinen.

Dank diesen Steinen oder Felsbrocken die regelmässig die Hänge runter auf die Strasse fliegen, durften wir in die USA. Die dortigen Ingenieure des Felsschlags, die sich auch Rock Guys innerhalb von CALTRANS nennen, kommen kaum nach, die Strasse im Schuss zu halten. Desshalb erhoffen sie sich, dass wir eine gewiefte Lösung aus Japan bringen. Zum Stolz des Schweizer Ingenieurwesens sei gesagt, die Schweiz und eine Firma mit Sitz in Romanshorn haben auch ihre Finger im Spiel.

Die Zusammenarbeit mit den Amis war eine sehr entspannte Angelegenheit. Nicht nur, dass Jeans erlaubt sind, sondern auch die Gespräche waren ohne Hierarchie in direktem familiären Ton. Gotcha instead of Hai, Wakarimashita (Ja, ich habe verstanden). Als Schweizer mit Deutsch, Französisch und japanischem Wohnsitz und Arbteitgeber, hinterliess ich doch einen kleinen Eindruck. Dies bot auch eine gewisse Genugtuung bei den Leuten, die sich sehr prominent, sehr lange und vorallem zuerst vorstellten. Bei der obligaten Höflichkeitsfrage, and what about you, überraschte ich den einten oder anderen. Ja, an Selbstbewusstsein mangelte es mir nicht im Land der Surfer und Cowboys. Hauptsächlich lag das aber an der Sprache. Endlich konnte ich mich mal wieder richtig verständigen.

Unser Präsident rechts und Bob von Caltrans links.

Aussicht von und auf die California 1

Irgendwie meint unser Präsident es ziemlich ernst mit dem Amerikageschäft. Auf jeden Fall hat er es geschickt eingefädelt, dass wir im Zuge der selben Reise zwei verschiedene Projekt in Angriff nahmen.

Die zweite Destination war Denver in Colorado. Zugegeben, ich habe diesen Ort unterschätzt. Ich kannte nicht viel von diesem Staat ausser die Denver Broncos. Entsprechend, war ich sehr erstaunt, als wir von Denver aus ins Herz der Rocky Mountains stachen. Die Rocky Mountains sind beeindruckend.

Doch bevor wir uns an die Arbeit in den Rocky Mountains machten, verbrachten wir ein Wochenende in Denver. Sonntag war ein freier Tag, welcher aber wegen des japanischen Stils gemeinsam verbracht wurde.  Erwähnenswert ist, dass an diesem Sonntag der WM Final statt gefunden hat. Um die lange Geschichte kurz zu machen: Ich habe den WM Final gesehen. Doch das Ambiente in einer Ecke in einem Baseball Stadion während einem Major League Spiel mit vorbeigehenden kritischen Amis mit hohen weissen Sportsocken und wenig Ahnung von Fussball, war nicht gerade ein festlich. Nach Abpfiff der WM, gab ich den Amis recht, dass es ein langweiliges Spiel war wodurch sie sich bestätigt fühlten. Ich setzte mich widerwillig zurück auf meinen Platz in den Rängen um Baseball zu schauen. Der Hot Dog war schmackhaft und der Sitz war bequem. Einmal sah ich einen Blitz eines fernen Gewitters.

Montags fuhren wir in die Rockies um uns den Glenwood Canyon genauer anzusehen. Dieser Canyon braucht dringend eine Lösung gegen heftigen Steinschlag. Diesen März fiel ein 65 Tonnen Felsen (5m x 3m x 2m) auf die Strasse. Unsere Galerie könnte solch einem Einschlag gerade noch standhalten. Die andere viel teurere Lösung wäre ein Tunnel. Die Jungs vom Colorado Departement of Transportation wollen unsere Galarie in die Varianten ihrer Machbarkeitsstudie aufnehmen und stellten uns das Problem um den Glenwood Canyon entsprechend vor.

Ich hatte wenig Zeit über die Galerie nachzudenken, weil ich mit dem Staunen über die Landschaft beschäftigt war.

_

Welcher Spassvogel hat auch bloss die Sicherheits-Westen verteilt? Ich bin ihm für meine Lacher beim Fotorückblick dankbar.

Leider gab es wenig abendliches Vergnügen, wie es mir gefallen hätte. Wengistens konnte ich mein Recht geltend machen, dass der hierarchisch Höhere bezahlt. Ich hätte ohne Portemonnaie in die Bars kommen können.

 

2 Responses to “meet the Rock Guys”

  1. tom Says:

    dank original drehbuch-dialog zu ein, zwei spontan- aha erlebnissen gekommen, thanks dude

    drum trinken wir zwei, eweli und ich, grad einen white russian, aber der mit milch, gell

    und ja informieren uns schon mal über die trans sib… aber ich rufe dich dann schnell an wenn wir am hafen von niigata sind. oder geht da mein handy nicht?

    ä hiubä

    tom und eva und auch chli leah und eigentlich das gannze obolles

    • chrigusan Says:

      yeah duuude! herlicher kommentar. freut mich, wenn s euch freut…
      würde gerne wieder um mal um das eufi sitzen oder in sperlonga (nur nicht in bedachter bar vom white russian)

      ich lege schon mal den schlüssel vor die tür (ich habe keine fussmatte und die japaner sind ehrlich), weil ich vielleicht nicht da bin, wenn ihr ankommt. einfach reingehen. dein handy geht überigens, da es im vergleich zu dir einmal mehr in japan war ;-P


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s